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Investieren mit System

Finanzmedien, Investmentgurus und manche Berater versuchen regelmäßig vorherzusagen, welche Aktien, Branchen oder Regionen künftig besonders gut laufen.

Das Problem: Solche Prognosen klingen oft überzeugend, sind langfristig aber kaum verlässlich.

Eine systematische Anlagestrategie setzt deshalb nicht auf Vorhersagen, sondern auf robuste Grundprinzipien. 


Was systematisches Investieren unterscheidet

Klassische Produktberatung beginnt häufig mit der Frage: Welcher Fonds, welcher ETF oder welches Anlageprodukt passt gerade?

Systematische Anlageberatung beginnt früher. Zuerst wird geklärt, welche Aufgabe das Anlagevermögen erfüllen soll: langfristiger Vermögensaufbau, Ruhestandsplanung, spätere Entnahmen, Liquiditätsreserve, Inflationsschutz oder Vermögensübertragung.

Erst danach geht es um die passende Struktur: Anlageklassen, Aktienquote, Sicherheitsbausteine, Kosten, Steuern, Rebalancing und konkrete Umsetzung.


Was langfristig über den Anlageerfolg entscheidet.

Moderne Kapitalmarktforschung beschäftigt sich nicht mit der Frage, welche Aktie morgen steigt. Sie untersucht, welche Prinzipien langfristig zu robusten Anlageentscheidungen führen. Vier Faktoren erweisen sich dabei als entscheidend: effiziente Märkte, breite Diversifikation, systematische Renditefaktoren und diszipliniertes Anlegerverhalten.

Es geht nicht darum, den Markt zu schlagen. Es geht darum, die Chancen der Kapitalmärkte möglichst vollständig zu nutzen und unnötige Risiken zu vermeiden.

Porträtkacheln von Nobelpreisträgern, darunter Robert Merton, Myron Scholes und Eugene Fama, mit Namen und Jahresangaben


Auszug Investmentphilosophie

Wissenschaftlich fundierter Investmentansatz in vier Prinzipien: effiziente Märkte, Faktorprämien (Small Cap, Value, Profitabilität), Diversifikation und diszipliniertes Anlegerverhalten


Globales Marktportfolio

Ein globales Marktportfolio wirkt auf den ersten Blick unspektakulär - genau darin liegt seine Stärke. Sie setzen nicht auf einzelne Gewinner, Trends oder Regionen, sondern beteiligen sich breit gestreut an der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung.

Tausende Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Branchen arbeiten täglich für Ihr Kapital.

 

Gezielte Faktorprämien

Neben dem globalen Marktportfolio können bestimmte Faktorprämien genutzt werden, die in der Finanzwissenschaft gut dokumentiert sind – zum Beispiel Value, Size oder Profitabilität.

Wichtig ist dabei: Faktorstrategien liefern keine gleichmäßige Zusatzrendite. Es kann über mehrere Jahre Phasen geben, in denen ein faktorbasiertes Portfolio hinter dem breiten Markt zurückbleibt.

Deshalb sollten Faktorbausteine nur eingesetzt werden, wenn sie zur Strategie passen und langfristig durchgehalten werden können.

Marktportfolio plus Faktorbausteine

Der Kern des Portfolios bleibt ein breit diversifiziertes globales Marktportfolio. Darauf aufbauend können gezielte Faktorübergewichtungen eingesetzt werden, um zusätzliche Renditequellen zu erschließen.

Für Sie entsteht dadurch ein Portfolio, das:

  • weiterhin global diversifiziert bleibt
  • auf einer stabilen Marktbasis aufbaut
  • gleichzeitig wissenschaftlich dokumentierte Renditetreiber nutzt

Wie wir Risiko messbar machen...

In der Zusammenarbeit wird Risiko systematisch und datenbasiert erfasst, unterstützt durch spezialisierte Analyse-Tools.

Zum einen wird die persönliche Risikobereitschaft erhoben. Dabei geht es nicht um Bauchgefühl, sondern um ein nachvollziehbares Verständnis dafür, wie Sie auf Schwankungen, Verluste und Unsicherheit reagieren. 

Ergänzend wird das tatsächliche Entscheidungsverhalten analysiert. Menschen handeln in Stresssituationen oft anders als sie es im Vorfeld einschätzen. 

Diese Erkenntnisse werden mit Ihrer finanziellen Situation verknüpft, denn Vermögen, Einkommen, Liquidität und Zeithorizont bestimmen, wie viel Risiko Sie tragen können. Gleichzeitig definieren Ihre Ziele, welches Risiko überhaupt notwendig ist.

Aus dem Zusammenspiel dieser Faktoren entsteht Ihr persönliches Risikoprofil. Darauf aufbauend entwickeln wir eine Anlagestrategie, die nicht nur im Erwartungswert sinnvoll ist, sondern auch in schwierigen Marktphasen durchgehalten werden kann.


Risikokapazität

Wie viel Risiko können Sie sich leisten?

  • Vermögen
  • Einkommen
  • Liquidität
  • Verpflichtungen

Risikobereitschaft

Was halten Sie emotional aus?

  • Verlusttoleranz
  • Verhalten in Krisen
  • Erfahrung mit Schwankungen

Risikobedarf

Notwendiges Risiko für Ihre Ziele?

  • gewünschter Lebensstandard
  • Ruhestand
  • Vermögensaufbau
  • Zeitrahmen

Verhaltens- und Risikoprofiling

Ziel ist nicht, Risiko vollständig zu vermeiden, sondern es nachvollziehbar einzuordnen und an Ihre persönliche Situation anzupassen. Grundlage dafür ist eine wissenschaftlich fundierte und verhaltensorientierte Analyse Ihres individuellen Risikoprofils.


Größter Renditefaktor: Disziplin und Verhalten

Viele Anleger wissen grundsätzlich, dass sie langfristig investieren sollten. Schwierig wird es, wenn Märkte fallen, Schlagzeilen verunsichern oder andere scheinbar bessere Chancen nutzen.

Genau hier entscheidet sich oft der Anlageerfolg.

Eine gute Strategie muss nicht nur mathematisch sinnvoll sein. Sie muss auch so gestaltet sein, dass sie in schwierigen Marktphasen durchgehalten werden kann.

Investor Coaching bedeutet deshalb: Entscheidungen nicht aus Angst, Euphorie oder kurzfristigen Marktmeinungen heraus zu treffen, sondern an der vereinbarten Strategie und den persönlichen Zielen auszurichten.


ETF ist nicht gleich ETF

ETF ist nicht gleich ETF

ETFs gelten oft als einfach, günstig und transparent. Grundsätzlich stimmt das. Trotzdem ist ein ETF nicht automatisch die passende Lösung. Entscheidend ist nicht nur, dass ein Fonds einen Index abbildet. Entscheidend ist, welcher Index abgebildet wird, wie dieser Index konstruiert ist und welche Rolle der ETF im Gesamtportfolio übernimmt. Als spezialisierter Berater für ETF- und indexbasierte...mehr ]


Mit welchen Fonds Vermögensblick arbeitet

Eine systematische Strategie braucht Bausteine, die zu ihr passen. Vermögensblick setzt bei der Umsetzung vor allem auf Fonds von Vanguard und Dimensional.

Vanguard steht für kostengünstige Indexfonds und ETFs, die ganze Märkte breit abbilden. Dimensional geht einen Schritt weiter: Die Fonds investieren ebenfalls breit gestreut und regelbasiert, gewichten aber gezielt Faktoren über, die in der Kapitalmarktforschung langfristig mit höheren Renditen verbunden sind, etwa kleinere Unternehmen, günstig bewertete Substanzwerte und profitable Firmen. Grundlage ist die Forschung von Ökonomen wie Eugene Fama und Kenneth French.

Beide Anbieter verzichten auf Marktprognosen und Stock Picking und zahlen keine Vertriebsprovisionen. Die Auswahl folgt damit der Strategie, nicht umgekehrt.

Dimensional-Fonds sind in Deutschland zudem in der Regel nur über zugelassene Berater zugänglich, nicht im freien Direktvertrieb.


FAQ: Häufige Fragen zur Anlageberatung

Beginnt die Anlageberatung immer mit einer Finanzanalyse?

Ja. Die Anlageberatung beginnt immer mit einer Finanzanalyse bezogen auf Ihre Geldanlage. Dabei werden bestehende Anlagen, Liquidität, Anlageziele, Verpflichtungen, Risikotragfähigkeit und Anlagehorizont eingeordnet. Erst daraus ergibt sich, welche Aufgabe Ihr Anlagevermögen erfüllen soll.

Kann die Anlageberatung mit einer Finanzplanung verbunden werden?

Ja. Anlageberatung kann eigenständig erfolgen oder in eine umfassendere Finanzplanung eingebettet werden.

Das ist sinnvoll, wenn Ihr Portfolio nicht isoliert betrachtet werden soll, sondern im Zusammenhang mit Ruhestand, Liquidität, Immobilien, Finanzierungen, Entnahmen oder Nachfolgefragen steht.

Dann wird nicht nur geprüft, welche Anlagestruktur passt, sondern auch, welche Aufgabe das Anlagevermögen innerhalb Ihrer gesamten Vermögensstruktur erfüllen soll.

Beginnt Anlageberatung bei Ihnen mit einem Risikofragebogen?

Nein. Ein Risikoprofil ist wichtig, aber es steht nicht isoliert am Anfang. Zunächst muss klar sein, welches Ziel die Anlage verfolgen soll: Vermögensaufbau, Ruhestandsplanung, Entnahmen, Rücklagenbildung oder spätere Vermögensübertragung. Erst wenn das Ziel klar ist, ergibt das Risikoprofil einen sinnvollen Rahmen.

Warum reicht ein ETF-Portfolio allein nicht aus?

ETFs können ein sinnvoller Baustein sein. Entscheidend ist aber nicht nur das Produkt, sondern die Struktur dahinter: Anlageklassen, Risikoverteilung, Kosten, steuerliche Rahmenbedingungen, Rebalancing und die Frage, ob die Strategie auch in schwierigen Marktphasen durchgehalten wird.

Ist wissenschaftliches Investieren dasselbe wie passives Investieren?

Nicht zwingend. Wissenschaftlich fundiertes Investieren bedeutet, Anlageentscheidungen auf Basis empirischer Erkenntnisse zu treffen, nicht auf Basis von Prognosen oder Bauchgefühl. Passive ETFs können dabei ein wichtiger Baustein sein. Aber auch aktive Strategien können wissenschaftlich begründet sein, wenn sie auf nachgewiesenen Risikoprämien basieren. Entscheidend ist nicht das Produkt, sondern die Methodik dahinter.

Wie wird das Risiko einer Anlagestrategie bestimmt?

Risiko wird nicht nur über Schwankungen betrachtet. Entscheidend ist, welches Risiko finanziell tragbar ist, welches Risiko emotional ausgehalten werden kann und welches Risiko für die persönlichen Ziele notwendig ist.

Was passiert nach der Umsetzung der Anlagestrategie?

Eine Strategie sollte regelmäßig überprüft werden. Dazu gehören Rebalancing, Kostenkontrolle, Anpassungen bei veränderten Lebenssituationen und Begleitung in Marktphasen, in denen Anleger häufig emotionale Fehlentscheidungen treffen.

Warum ist Rebalancing wichtig?

Durch Marktbewegungen verändert sich die ursprünglich geplante Vermögensaufteilung. Rebalancing bringt das Portfolio wieder näher an die vereinbarte Strategie. Dadurch werden Risiken kontrolliert und emotionale Einzelentscheidungen reduziert.


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Systematisch zur Finanzentscheidung.

Beratungsablauf bei Vermögensblick in sechs Schritten: Standortbestimmung und Auftrag, Analyse, Prüfung bestehender Strukturen, Entwicklung der Strategie, Empfehlungen und Umsetzung, laufende Betreuung

 So arbeiten wir zusammen


Vermögen braucht mehr als ein Depot.

Vermögensblick begleitet Sie beim strukturierten Vermögensaufbau und bei der langfristigen Entwicklung ihres Vermögens.

Mit Finanzplanung, wissenschaftlich fundierter Geldanlage und einem klaren Blick auf alle wichtigen finanziellen Entscheidungen.

Denn Vermögen ist kein Produkt.
Es ist das Ergebnis vieler guter Entscheidungen über viele Jahre hinweg.