Ein Haus, ein Depot, zwei oder drei Altersvorsorgeverträge und etwas Geld auf dem Tagesgeldkonto. So oder so ähnlich sieht es bei vielen aus, mit denen ich spreche. Auf dem Papier ist vieles geregelt.

Die Frage, die mich interessiert, ist eine andere: Passt das alles zusammen? Und passt es zu dem, was Sie eigentlich vorhaben?
In fast 20 Jahren Finanz- und Immobilienberatung habe ich selten Menschen getroffen, denen einzelne Produkte gefehlt haben. Was häufig fehlte, war jemand, der sich das Ganze einmal in Ruhe angesehen hat.
Genau dafür habe ich Vermögensblick gegründet: für eine Finanzberatung, die mit Ihrem Leben beginnt und nicht mit einem Produkt.
Die meisten Finanzentscheidungen werden einzeln getroffen. Die Versicherung beim Berufseinstieg, der Sparplan nach der ersten Gehaltserhöhung, die Finanzierung beim Hauskauf, das Depot nach der Erbschaft. Jede dieser Entscheidungen kann für sich vernünftig sein. Ob sie zusammen ein stimmiges Bild ergeben, prüft dabei aber kaum jemand.
Dabei hängen sie eng aneinander. Eine hohe Tilgung senkt die Schulden, bindet aber Geld, das an anderer Stelle fehlt. Eine Immobilie kann ein guter Vermögensbaustein sein und trotzdem einen zu großen Teil des Vermögens ausmachen. Eine Rentenversicherung kann langfristig sinnvoll sein und trotzdem nicht passen, wenn das Geld früher gebraucht wird oder die Kosten die Rendite aufzehren.
Eine Finanzplanung setzt genau hier an. Sie betrachtet Vermögen, Immobilien, Finanzierungen, Vorsorge, Ruhestand und Nachfolge gemeinsam und fragt, wie sich eine Entscheidung auf die anderen auswirkt. Am Ende steht kein einzelnes Produkt, sondern ein Plan, der zu Ihren Zielen passt und auch dann noch trägt, wenn das Leben anders läuft als gedacht.
Was das in der Praxis bedeutet, zeigen drei Situationen, die mir immer wieder begegnen.
Eine Familie möchte ein Haus kaufen. Die Rate passt ins Budget, die Bank gibt grünes Licht. Für viele ist die Sache damit erledigt. Für mich fangen die eigentlichen Fragen erst an: Wie viel Eigenkapital sollte wirklich eingesetzt werden, und was bleibt danach als Reserve? Reicht es neben der Rate noch für Vermögensaufbau und Altersvorsorge? Und was passiert, wenn ein Einkommen dauerhaft wegfällt oder jemand in Teilzeit geht? Diese Fragen sollten nicht erst nach Abschluss der Finanzierung gestellt werden, sondern Teil der Finanzierungsentscheidung sein.
Beim Kauf arbeiten oft beide voll. Ein paar Jahre später kommt vielleicht ein weiteres Kind, die Heizung muss erneuert werden, irgendwann steht die Anschlussfinanzierung an und danach der Ruhestand. Eine Finanzierung sollte deshalb nicht nur zur heutigen Haushaltsrechnung passen, sondern genug Luft für die kommenden Jahre lassen.
Das gilt auch für Eigenkapital und Tilgung. Wer fast alles Ersparte ins Haus steckt, steht beim ersten größeren Schaden ohne Reserve da. Und eine hohe Tilgung macht zwar schneller schuldenfrei, das Geld fehlt dann aber für andere Ziele. Was richtig ist, hängt von der Familie ab. In der Finanzplanung rechnen wir die Varianten durch, damit Sie nicht nach Gefühl entscheiden müssen.
Beim Vermögen ist es ähnlich. Auf dem Tagesgeld hat sich einiges angesammelt, es gab eine Erbschaft oder einen Verkauf, oder das Depot ist über die Jahre gewachsen. Dann lautet die Frage meistens:
„Wie lege ich das am besten an?“
Ich stelle vorher eine andere:
Wann brauchen Sie welches Geld, und wofür?
Vielleicht sollen in drei Jahren 50.000 Euro in die Modernisierung fließen, in fünf Jahren ist eine Sondertilgung geplant, und ein anderer Teil wird 15 oder 20 Jahre gar nicht gebraucht. Das ist dasselbe Geld mit ganz unterschiedlichen Aufgaben, und jede Aufgabe braucht eine eigene Lösung.
Deshalb kann ein Depot aus lauter guten Produkten bestehen und trotzdem nicht passen, etwa wenn Geld, das in drei Jahren gebraucht wird, komplett in Aktien steckt. Eine gute Finanzplanung ordnet Ihr Vermögen zuerst den Zielen zu. Erst danach geht es um die passende Anlage.

Geld hat unterschiedliche Aufgaben. Entscheidend ist, Anlage, Verfügbarkeit und Zeithorizont miteinander abzustimmen.
Mit den Jahren verschieben sich die Themen. Das Haus ist weitgehend abbezahlt, dazu kommen ein Depot und vielleicht eine vermietete Wohnung. Jetzt geht es um den Lebensstandard im Ruhestand, um die Frage, ob das Haus im Alter bleiben soll, und irgendwann darum, was mit dem Vermögen später passieren soll.
Gerade bei Immobilien wird das schnell kompliziert. Ein Kind soll das Elternhaus bekommen, das andere einen Ausgleich. Oder die Eltern möchten schon zu Lebzeiten übertragen, ohne ihre eigene Sicherheit aufzugeben. Eine beliebte Lösung ist die Übertragung mit Nießbrauch, weil die Eltern dann weiter im Haus wohnen. Finanziell wirkt das oft ideal.
Dass dadurch aber die Zehnjahresfrist beim Pflichtteil gar nicht erst zu laufen beginnt, wissen die wenigsten. Noch weniger bekannt ist, dass das Sozialamt eine Schenkung zurückfordern kann, wenn die Eltern innerhalb von zehn Jahren pflegebedürftig werden und die Kosten nicht selbst tragen können. Eine schrittweise Abschmelzung wie beim Pflichtteil gibt es dabei nicht, auch nach neun Jahren kann noch bis zum vollen Wert der Schenkung zurückgefordert werden.
Und es wird noch kniffliger: Derselbe Nießbrauch wirkt bei beiden Fristen unterschiedlich. Beim Pflichtteil hält er die Uhr an, für die Rückforderung durch das Sozialamt läuft die Frist dagegen trotz Nießbrauch ab dem Tag, an dem das Kind im Grundbuch steht.
Als Certified Financial Planner arbeite ich nach einem festen Planungsstandard, und als Wirtschaftsjurist kenne ich die rechtliche Seite vieler Finanzentscheidungen. Einen Rechtsanwalt oder Notar ersetzt das nicht, aber für Sie hat diese Kombination einen ganz praktischen Nutzen. Ich erkenne früh, welche Fragen zu ihnen gehören, und Sie gehen gut vorbereitet in diese Termine, mit sortierten Unterlagen und klaren Zielen.
Und hinterher übersetzen wir die Ergebnisse in das, was für Sie zählt: Was bedeutet die gewählte Gestaltung für Ihre Liquidität, Ihren Ruhestand und Ihre Familie?
Von außen ist der Unterschied schwer zu erkennen. Hinter dem Begriff „Finanzberater“ können sehr unterschiedliche Tätigkeiten stehen, z. B. Versicherungsvermittlung oder Darlehensvermittlung, mit jeweils eigenen Erlaubnis- und Sachkundeanforderungen. Wer eine davon erfüllt, ist aber nicht automatisch dafür ausgebildet, die gesamte finanzielle Situation einer Familie zu analysieren und die Zusammenhänge zwischen den Bereichen zu bewerten.
Finanzplanung ist dafür ein eigenes Fachgebiet mit eigener Methodik. Als Certified Financial Planner (CFP®) arbeite ich nach einem internationalen Standard, und genau dieser bestimmt, wie wir bei Vermögensblick vorgehen.
Für viele ist die Immobilie ein Zuhause, der größte Vermögenswert, die größte Verpflichtung und später auch Teil von Ruhestand und Nachlass. Wer da nur auf den Zinssatz schaut, schaut zu kurz.
Nicht jeder braucht gleich einen umfassenden Finanzplan. Oft geht es um eine konkrete Frage: eine Baufinanzierung, die Absicherung der Familie, die Anlage eines bestimmten Betrags oder die Prüfung eines bestehenden Vertrags.
Auch dazu beraten wir Sie und vermitteln bei Bedarf passende Produkte.
Grundlage dafür ist eine Finanzanalyse. Wir schauen dabei nicht nur auf das Produkt, sondern auf Ihre finanzielle Situation rund um diese Frage, also Einkommen, Ausgaben, vorhandenes Vermögen, bestehende Verträge und Ihre Ziele. So stellen wir sicher, dass die Empfehlung zu Ihnen passt und nicht mit dem kollidiert, was schon da ist.
Die Finanzanalyse ist auf ein konkretes Thema ausgerichtet und führt zu einer konkreten Empfehlung.
Die Finanzplanung geht deutlich weiter. Sie betrachtet alle Bereiche gemeinsam, rechnet Szenarien über Ihre Lebensphasen durch und endet mit einem Plan und konkreten Handlungsempfehlungen, nicht mit einem Produkt. Sie ist eine eigene Leistung, die Sie gesondert beauftragen. Ob und welche Produkte danach nötig sind, ergibt sich erst aus dem Plan. Die Umsetzung übernehmen wir auf Wunsch gleich mit.

Die Finanzanalyse beantwortet also eine konkrete Frage gründlich. Die Finanzplanung beantwortet, ob alles zusammenpasst. Viele beginnen mit dem einen und merken dabei, dass sie eigentlich das andere brauchen.
Wie gut eine Beratung ist, erkennt man nicht daran, wie schnell ein Produkt auf dem Tisch liegt. Deshalb beginnen wir mit Ihnen. Wir wollen verstehen, wie Sie leben, was Sie vorhaben, welches Vermögen und welche Verpflichtungen bestehen, wie viel Risiko Sie tragen können und wollen und wie Ihr Ruhestand aussehen soll.
Diese Fragen sind nicht nur für eine umfassende Finanzplanung wichtig. Auch bei einer konkreten Finanzberatung sollten wir Ihre persönliche Situation und die wesentlichen Zusammenhänge kennen, bevor wir eine Empfehlung aussprechen.
Eine Finanzplanung geht noch einen Schritt weiter und führt die verschiedenen Bereiche systematisch zusammen.

Auf dieser Grundlage nehmen wir Ihren Bestand auf, analysieren ihn, rechnen Szenarien für Ihre Lebensphasen durch und geben Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen. Ändert sich später etwas in Ihrem Leben, passen wir den Plan an.
Manchmal ist die beste Empfehlung übrigens, an einer Stelle gar nichts zu ändern. Auch das gehört zu einem guten Plan.
Eine Finanzplanung ist immer dann sinnvoll, wenn eine größere Entscheidung ansteht und viel davon abhängt. Typische Anlässe sind ein Immobilienkauf, eine Erbschaft oder Schenkung, eine Abfindung, der Verkauf einer Firma oder Immobilie, eine Trennung oder die letzten Jahre vor dem Ruhestand.
In solchen Momenten ändert sich meist nicht nur ein Baustein, sondern das ganze Gefüge.
Mit diesem Beitrag geht Vermögensblick offiziell an den Start, und ich freue mich sehr darauf. Vieles von dem, was Sie hier gelesen haben, begleitet mich seit vielen Jahren. Jetzt kann ich es genau so umsetzen, wie ich gute Finanzberatung verstehe.
Wenn Sie vor einer größeren Entscheidung stehen oder einfach wissen möchten, ob Ihre Finanzen zusammenpassen, sprechen Sie uns an. Im Erstgespräch klären wir, wo Sie stehen und ob eine Finanzanalyse zu Ihrer konkreten Frage reicht oder eine Finanzplanung der bessere Weg ist.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Wie sich ein Thema auf Ihre persönliche Situation auswirkt, klären wir gern im Gespräch.