Jede Geldanlage hat Risiken. Hier erklären wir die wichtigsten Risikoarten und zeigen, wo Sie die verbindlichen Angaben zu einem Produkt finden.
Kurse und Preise schwanken, weil sich der gesamte Markt bewegt. Auslöser sind zum Beispiel Konjunktur, Politik oder die Stimmung am Markt. Auch eine gut ausgewählte Anlage kann dann an Wert verlieren.
Typisch bei
Das Zinsniveau wirkt auf nahezu jede Anlage, nur unterschiedlich stark. Steigen die Zinsen, fallen die Kurse von Anleihen mit festem Zins. Bei Aktien und Immobilien spielen die Finanzierungskosten und der Vergleich mit zinsbringenden Alternativen eine Rolle. Bei Tagesgeld und Festgeld bestimmt der Zins direkt den Ertrag.
Typisch bei
Der Herausgeber einer Anlage, etwa ein Staat, ein Unternehmen oder eine Bank, kann zahlungsunfähig werden. Dann können Zinsen oder Rückzahlung ausfallen. Für Bankguthaben gilt die gesetzliche Einlagensicherung, bei Wertpapieren gelten andere Regeln. Fondsvermögen ist in der Regel vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt.
Typisch bei
Eine Anlage lässt sich nicht jederzeit oder nicht zu einem fairen Preis in Geld umwandeln. Gründe sind feste Laufzeiten, Haltefristen, ein enger Markt oder eine ausgesetzte Rücknahme.
Typisch bei
Lautet eine Anlage nicht auf Euro, ändert sich ihr Wert in Euro auch mit dem Wechselkurs. Ein schwächerer Dollar kann zum Beispiel Kursgewinne in den USA aufzehren.
Typisch bei
Steigende Preise lassen das Geld an Kaufkraft verlieren. Liegt der Zins unter der Inflation, schrumpft der Wert real, auch wenn der Betrag auf dem Konto gleich bleibt.
Typisch bei
Zu viel Geld steckt in einer einzigen Anlage, Branche oder Region. Geht es dort schlecht, trifft es das gesamte Vermögen. Streuung verringert dieses Risiko, schützt aber nicht vor Rückgängen des ganzen Marktes.
Typisch bei
Gebühren und laufende Kosten mindern die Rendite, jedes Jahr aufs Neue. Kleine Unterschiede bei den Kosten summieren sich über lange Zeiträume deutlich.
Typisch bei
Ein Hebel vergrößert die Wirkung einer Kursbewegung, nach oben wie nach unten. Schon kleine Bewegungen können den gesamten Einsatz kosten. Bei Anlagen auf Kredit können Verluste sogar höher ausfallen als das eingesetzte Geld.
Typisch bei
Oft schadet nicht der Markt, sondern die eigene Reaktion darauf: Panikverkäufe nach Kursrückgängen, Hinterherlaufen von Trends oder der Versuch, den perfekten Zeitpunkt zu treffen.
Typisch bei
Kurzes Dokument zu vielen Anlageprodukten, etwa Fonds, ETFs und Zertifikaten. Es zeigt den Risikoindikator auf einer Skala von 1 bis 7, die empfohlene Haltedauer und die Kosten.
Ausführliche Beschreibung eines Fonds oder einer Beteiligung mit allen Chancen und Risiken. Dazu gehören die Anlagebedingungen, die festlegen, was der Fonds darf.
Bei Anleihen und Zertifikaten regeln sie Laufzeit, Verzinsung, Rückzahlung und Kündigungsrechte des Herausgebers.
Bei Anleihen bewerten Ratingagenturen die Bonität des Schuldners. Die Note ist ein Anhaltspunkt, aber keine Garantie.
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ist keine Anlageempfehlung. Wie stark ein Risiko im Einzelfall wirkt, hängt vom konkreten Produkt und von Ihrer Situation ab.