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Geldanlage: Vom Tages­geld bis Vermögensverwaltung.

Welche Anlageformen es gibt, wie sie funktionieren und worauf es bei der Auswahl ankommt.


Tages­geld

Tagesgeld

Zinsstark, sicher und flexibel
Sie wollen Ihr Geld zinsstark, sicher und täglich verfügbar anlegen? Dann brauchen Sie ein Tages­geldkonto. Als Neuanleger bekommen Sie oft eine Zinsgarantie für mehrere Monate. Ihr Tages­geldkonto ist durch den Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken geschützt. Vergleichen Sie die Tages­geldkonten und finden Sie das beste Angebot.


Festgeld

Festgeld

Mit einem Festgeldkonto garantierte Zinsen sichern
Auf einem Festgeldkonto legen Sie Ihr Geld zu garantierten Zinsen für einen festen Zeitraum an. Das Festgeldkonto bekommen Sie mit einer Laufzeit von einem Monat bis zu fünf Jahren und mehr. Geben Sie Anlagebetrag und gewünschte Laufzeit im Vergleichsrechner ein, wir zeigen Ihnen die besten Anbieter in der Übersicht.


Festverzinsl. Wertpapiere

Festverzinsl. Wertpapiere

Festverzinsliche Wertpapiere: Anleihen von Staaten und Unternehmen

Durch Ausgabe festverzinslicher Wertpapiere beschaffen sich Staaten und Wirtschaftsunternehmen Kapital bei einem großen Kreis von Investoren. Als Anleger bekommen Sie den vereinbarten Zins und am Ende Ihr Kapital zu 100 Prozent zurück. Festverzinsliche Wertpapiere gelten als eher risikoarme Anlage, weil sie selbst im schlimmsten Fall - dem Konkurs des Gläubigerunternehmens - gegenüber Bankkrediten oder Aktien bevorzugt bedient werden.

Sie können jederzeit kaufen und verkaufen
Festverzinsliche Wertpapiere - kurz Rentenpapiere - können während der Laufzeit abhängig von der allgemeinen Zinsentwicklung im Kurs schwanken. Sie können festverzinsliche Wertpapiere jederzeit zum aktuellen Kurswert kaufen und verkaufen.

Festverzinsliche Wertpapiere auch in ausländischer Währung
Festverzinsliche Wertpapiere kann man auch in fremden Währungen erwerben. Das können Staats- und Unternehmensanleihen in US-Dollar, japanischen Yen, Schweizer Franken oder einer anderen Währung sein. Wenn Sie ein Fremdwährungspapiere kaufen, machen Sie zusätzlichen Gewinn, wenn der Kurs der Fremdwährung während der Laufzeit steigt. Umgekehrt sind Verluste möglich, wenn der Kurs der ausländischen Währung fällt.


Rentenfonds

Rentenfonds

Mit Rentenfonds investieren Sie in festverzinsliche Papiere
Rentenfonds investieren das Geld ihrer Anleger in festverzinsliche Wertpapiere, die so genannten Rentenpapiere. Das sind deutsche oder ausländische Staatsanleihen, aber auch Anleihen von Unternehmen. Rentenfonds erwirtschaften Gewinne aus den Zinsausschüttungen der gehaltenen Papiere und Wertzuwachs durch Handel mit den Rentenpapieren. Durch die Bündelung verschiedener Wertpapiere bieten Rentenfonds für Privatanleger hohe Sicherheit.

Rentenfonds gibt es auch in Fremdwährungen
Spezialisierte Rentenfonds investieren in fremde Währungen. Das können Staats- und Unternehmensanleihen in US-Dollar, japanischen Yen, Schweizer Franken oder einer anderen Währung sein. Wenn Sie einen Fremdwährungs-Rentenfonds kaufen, machen Sie zusätzlichen Gewinn, wenn der Kurs der Fremdwährung während der Laufzeit steigt. Umgekehrt sind Währungsverluste möglich, wenn der Kurs der Fremdwährung fällt.

High-Yield-Rentenfonds: Hohe Chancen, hohes Risiko
High-Yield-Rentenfonds investieren in Schuldner mit geringer Bonität - oft in Staatsanleihen von Schwellenländern oder Unternehmensanleihen minderer Qualität. Solche High-Yeld-Papiere bieten höhere Renditechancen als andere Rentenfonds, tragen aber ein größeres Ausfallrisiko.


Depotkonto

Depotkonto

Depotkonto jetzt online beantragen
Ob Aktien, Fonds oder Futures - wenn Sie auf börsengehandelte Geldanlagen setzen, brauchen Sie ein Depotkonto. Besonders günstige Konditionen und niedrige Ordergebühren bekommen Sie bei Direktbanken und Online-Brokern. Mit einem preiswerten Anbieter sparen Sie viel Geld. Vergleichen Sie die Anbieter für Depotkonten und finden Sie rasch und bequem das passende Depotkonto.


Investmentfonds

Investmentfonds

Eine der wichtigsten Regeln bei der Vermögensanlage lautet: „Leg nie alle Eier in einen Korb!“. In Bezug auf ein Investment bedeutet das, sein Geld vielseitig anzulegen, breit zu diversifizieren, und es nicht nur in eine Aktie zu investieren. Dafür eignen sich Investmentfonds hervorragend, da sie in eine Vielzahl von Aktien investieren und damit automatisch das Risiko breiter streuen. Einige Fonds sind auf bestimmte Arten von Vermögenswerten wie Branchen, Regionen oder spezielle Themen (z.B. Nachhaltigkeit) und Strategien angelegt.

Anleger müssen sich nicht darum kümmern, wann welche Aktien gekauft oder verkauft werden. Das übernimmt ein professionelles Fondsmanagement, das die Märkte permanent beobachtet, analysiert und Prognosen für die zukünftige Entwicklung ableitet. Ein weiterer Vorteil ist, dass Anleger auch mit kleinen Beträgen über Investmentfonds am Kapitalmarkt partizipieren können. Anders als beim reinen Aktienkauf müssen sie nämlich keine vollen Stücke kaufen, sondern können mit ihren Beträgen auch Fondsanteile erwerben. 

Kostengünstige ETFs
Während ein herkömmlicher Investmentfonds von einem Fondsmanagement aktiv verwaltet wird, bilden Exchange Traded Funds (ETFs) einen Index eins zu eins ab. Man spricht daher bei ETFs auch von einem passiven Investment. Das ist in der Regel deutlich kostengünstiger und ermöglicht ebenso eine Kapitalanlage in verschiedene Vermögenswerte. Zudem entfällt das Risiko, dass ein Fondsmanager schlechte Anlageentscheidungen trifft und die Rendite des Fonds negativ beeinflusst wird. Andersrum entfällt auch die Chance darauf, mehr Rendite zu erzielen als der Markt. Die Rendite eines ETFs wird immer der des Marktes entsprechen, den er nachbildet. Nicht mehr, nicht weniger.

Infografik: So funktioniert ein Investmentfonds

Nachhaltige Investments
Sowohl aktive Investmentfonds als auch passive Indexfonds (ETFs) geben Anlegern zunehmend die Möglichkeit, in Unternehmen zu investieren, die soziale und ökologische Kriterien erfüllen oder sich auf Nachhaltigkeit konzentrieren. Solche Fonds werden oft als nachhaltige, grüne oder ethische Fonds bezeichnet. Sie investieren beispielsweise in Unternehmen, die erneuerbare Energien nutzen, umweltfreundliche Technologien fördern oder sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen. 
Nachhaltige Investmentfonds sind eine Möglichkeit für Anleger, ihr Geld in Einklang mit ihren Werten und Überzeugungen anzulegen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nachhaltige Fonds nicht immer eine bessere Wertentwicklung haben als traditionelle Fonds und dass Anleger die Risiken und Chancen sorgfältig abwägen sollten, bevor sie in einen Fonds investieren.


Investmentsparpläne

Investmentsparpläne

Investmentsparpläne sind eine beliebte Anlagestrategie, um kontinuierlich – auch mit kleineren Beträgen – den Vermögensaufbau zu gestalten. Dabei werden regelmäßig Anteile an einem oder mehreren Investmentfonds oder ETFs gekauft und anschießend im Depot verwahrt. Die meisten Banken bieten Sparpläne bereits ab 25 Euro pro Monat an und ermöglichen damit auch dem „kleinen Geldbeutel“, die Renditechancen der Kapitalmärkte zu nutzen. Fondssparpläne sind sehr flexibel. Es gibt eine Vielzahl von Fonds/ETFs, die unterschiedliche Risikotypen bedienen und verschiedene Anlagethemen fokussieren. So findet jeder Interessierte den für sich passenden Sparplan. Zudem können Sparraten jederzeit angepasst oder auch ausgesetzt werden.

Besteht einmal kurzfristiger Liquiditätsbedarf, können erworbene Fondsanteile veräußert werden. Allerdings zu dem dann aktuellen Kurs. Da die Börsen kurzfristig auch schwanken, sollten Anleger bedenken, dass eine Fondsanlage für einen mittel- bis langfristigen Zeitraum gedacht sind (mindestens 5 eher 10 Jahre), damit zwischenzeitliche Kursschwankungen ausgeglichen werden können. 

Sparplan und Einmalanlage
Fondsanteile können auch über einen Einmalbetrag erworben werden. Doch der regelmäßige Sparplan hat demgegenüber einen großen Vorteil: Während die Einmalanlage vor allem vom richtigen Zeitpunkt des Einstiegs abhängt, investiert der Sparplan regelmäßig (kleinere Beträge) in unterschiedlichen Marktphasen. Damit agiert der Sparer automatisch antizyklisch. Er erwirbt dabei mal mehr Anteile (wenn der Kaufkurs gerade gefallen ist) und mal weniger Fondsanteile (wenn der Kaufkurs gerade gestiegen ist). Dadurch entsteht der sogenannte Cost-Average-Effekt – der Effekt eines durchschnittlich günstigeren Kaufkurses gegenüber der Einmalanlage.
 

Monat Fondskurs Erworbene Anteile* bei …
    … monatlichem Investment 100 € … Einmalanlage 600 €
Januar 100 € 1,00 6,00
Februar 75 € 1,33  
März 130 € 0,77  
April 120 € 0,83  
Mai 70 € 1,43  
Juni 95 € 1,05  
Summe Anteile   6,41  6,00

*Investment : Fondskurs
 
In beiden Beispielen wurden insgesamt 600 Euro investiert. Der Sparplan profitierte jedoch von den Kursschwankungen des Fonds und konnte mehr Anteile für das gleiche Investment gegenüber der Einmalanlage im Januar erwerben.


Kapitalanlagen

Kapitalanlagen

Festgelder, Schatzbriefe, Rentenfonds: Kapitalanlagen für Sicherheitsbewusste
Sicherheitsorientierte Kunden wählen häufig Sparbücher, Festgelder oder Tages­geldkonten. Es gibt sichere, am Kapitalmarkt orientierte Zinsen, ein Verlustrisiko besteht praktisch nicht. Wer als sicherheitsorientierter Anleger auf eigene Faust aktiv werden will, kann Bundesschatzbriefe oder Anleihen von Unternehmen mit guter Bonitäts-Bewertung kaufen. Rentenfonds investieren in einen Korb verschiedener Festzinspapiere.

Sichern Sie sich größere Chancen mit Aktienfonds
Das Risiko festverzinslicher Anlagen ist gering - das gilt oft auch für die Rendite. Wer an den Wachstumschancen der Märkte teilhaben will, kann sein Geld in Aktienfonds anlegen. Bei guter wirtschaftlicher Entwicklung profitieren Sie von Kurssteigerungen. Aktienfonds bündeln Aktien verschiedener Unternehmen.

Langfristige Vorsorge mit Rentenversicherung, Lebensversicherung, Immobilien
Zur Kapitalanlage zählen auch private Rentenversicherungen, Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rungen und Immobilien. Mit einer privaten Rentenversicherung schließen Sie Ihre Vorsorgelücke und kassieren staatliche Zuschüsse und Steuervorteile. Ein Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rung verfolgt gleich zwei Ziele: Risikoschutz für die Familie und Rendite für das Gesparte. Und wer in den eigenen vier Wänden wohnt, braucht keine Miete zahlen? Das kann besonders im Alter wichtig sein, denn die gesetzliche Rente allein wird in Zukunft kaum noch zur Alterssicherung ausreichen.


Alternative Investmentfonds (AIF) und Vermögensanlagen

Alternative Investmentfonds (AIF) und Vermögensanlagen

Alternative Investmentfonds (AIF) ermöglichen ein Investment in verschiedene Anlageobjekte und können ein Portfolio aus Aktien, Anleihen und liquiden Wertpapieren weiter diversifizieren, da sie ihre Erträge unabhängig vom Börsengeschehen erzielen können. Klassische Anlagesegmente sind Sachwerte wie Immobilien, Schiffe oder Flugzeuge. Für deren Finanzierung wird eine zuvor festgelegte Investitionssumme (Zeichnungssumme) von Anlegern eingesammelt. Das Kapital ist dann für eine bestimmte Laufzeit gebunden, was die Anlage relativ Illiquide macht. Das sogenannte Verkaufsprospekt informiert über alle wichtigen Punkte des Investments (z.B. Laufzeit, Mindestanlage, Ausschüttungen, Anlage-, Haftungs- und Verlustrisiken).

Die Erträge für Anleger entstehen aus der Vermietung, Verpachtung, Leasingeinnahmen (Flugzeuge) oder dem abschließenden Verkauf des Investitionsobjektes. AIFs entsprangen dem einst „grauen“ Beteiligungsmarkt, der seit 2013 umfassend reguliert wurde. AIFs unterliegen heute strengen Vorgaben und der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin). Das hat die Transparenz und Sicherheit für Anleger maßgeblich erhöht.

Private Equity und Umweltfonds
Das Segment der Firmenfinanzierungen (Private Equity) zählt ebenfalls zur Gruppe der AIFs. Hierbei beteiligen sich Kapitalgeber an Unternehmen und statten diese mit Eigenkapital aus. Im Gegenzug profitieren sie von einer positiven Firmenentwicklung und einer Gewinnbeteiligung.

Ein Bereich, der zunehmend an Bedeutung gewinnt, sind Umweltfonds. Hier stehen ökologische Projekte im Fokus. Mögliche Bereiche sind Wasser- und Windkraftanlagen, Solarparks, regenerative Energien und andere Anlageklassen, die im Zusammenhang mit Umwelttechnologien stehen.


Vermögensverwaltung

Vermögensverwaltung

Wie der Name schon vermuten lässt, verwalten Finanzinstitute bei einer Vermögensverwaltung treuhänderisch das Vermögen ihrer Kunden unter Wahrung (datenschutz-)rechtlicher Vorgaben sowie vereinbarter Kundenziele. Unter Vermögen wird dabei das gesamte bezifferbare Eigentum des Kunden verstanden. Neben Bargeld, Immobilien und Wertpapiere zählen auch Grundstücke, Kunstsammlungen, Schmuck oder Antiquitäten dazu. Viele Banken haben eine eigene Vermögensverwaltung (VV), über die sie vorrangig ihre vermögenden Privatkunden, aber auch institutionelle Kunden (z.B: Versicherer, Stiftung, Unternehmen) beraten. Zu den größten Vermögensverwaltern im deutschsprachigen Raum zählen die Allianz Group, Deutsche Bank, Landesbank Baden-Württemberg und die Credit Suisse.

Der Kunde – privat oder institutionell – bevollmächtigt den Vermögensverwalter, einen Teil oder das gesamte Vermögen nach bestimmten Vorgaben in Verwaltung zu übernehmen. Der Vermögensverwalter trifft also alle Anlageentscheidungen eigenständig – mit allen Chancen und Risiken innerhalb des vereinbarten Rahmens.

Dies umfasst in der Regel das Investieren in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Investmentfonds, Rohstoffe und andere Wertpapiere. Der Vorteil ist, dass für jeden Kunden eine individuelle und maßgeschneiderte Anlagestrategie entwickelt werden kann, die unterschiedliche Ziele verfolgt. Dafür zahlt der Kunden eine Verwaltungsgebühr, die sich in der Regel an der Höhe des Vermögens bemisst. Hinzu können noch eine Erfolgsvergütung, Transaktionskosten oder Depotgebühren kommen.

Kein geschützter Begriff
Der Begriff „Vermögensverwaltung“, auch Asset Management, Wealth Management oder Finanzportfolioverwaltung genannt, ist rechtlich nicht geschützt. Es muss jedoch eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) vorliegen. Eine professionelle Vermögensverwaltung übernimmt die Überwachung des Portfolios und passt die Strategie im Laufe der Zeit an die Marktentwicklungen, aber auch an die aktuellen Lebensumstände des Kunden an. Zudem werden Kunden auch in steuerlichen und erbschaftsrechtlichen Fragen beraten.

Um sein Vermögen professionell verwalten lassen zu können, setzen die meisten Verwalter ein Mindestvermögen an. Das liegt in der Regel im sechststelligen Bereich, daher richtet sich diese Dienstleistung vor allem an wohlhabende Privatkunden und Institutionen.